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Queer News: Gender Studies, Lambdaistanbul, Gleichbehandlung & Entpathologisierung 0
In: Queer NewsVon: Prinz Paula
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Mit großer Freude haben wir erfahren: Der Transmann Thomas Beatie ist zum zweiten Mal schwanger! Letzten Juni war sein erstes Kind geboren worden, das nächste soll im Juni 2009 folgen. Schön: nicht beirren lassen von Meckerern und Leuten, die das Wort Respekt nur dann kennen, wenn sie selbst welchen einfordern. Einfach weiter machen.
Die Medien scheinen sich allmählich daran zu gewöhnen, dass Männer schwanger werden und Kinder zur Welt bringen; zumindest beim ersten Durchsehen der Presseberichte sind mir keine Totalausfälle aufgefallen. Unfreiwillig (?) lustig gerieten Titel wie “Der schwangere Mann ist wieder schwanger“. Trotzdem bin ich enttäuscht von der deutschsprachigen Presselandschaft, deren Berichte nicht über das Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein von Eierstöcken hinauskommt - zum Vergleich der Artikel der NYTimes vom Juni: “He’s Pregnant. You’re Speechless.“
And in tiny Silverton, Oregon, residents have elected the man who’s believed to be the first ever openly transgender mayor in the United States.
Ich dachte, aha, ein Transmann ist Bürgermeister? OK, schön… Beim Weiterlesen stieß ich auf diesen Absatz:
Today he wears a skirt and high heels. He has breast implants, and long red hair.
Letzten Sonntag, am 9. November 2008, wurde die schwarze Transfrau Duanna Johnson in Memphis, Tennessee, auf der Straße erschossen.
Die Vorgeschichte oder Wer war Duanna Johnson?
Vor einigen Monaten, im Februar 2008, war Duanna Johnson von zwei Polizisten im Shelby County Jail brutal geschlagen worden, nachdem sie nicht auf die herabwürdigenden Bemerkungen von einem der Polizisten reagierte - er hatte sie “faggot” und “he/she” gerufen, als er sie aufrief, um ihre Fingerabdrücke aufzunehmen. Schließlich antwortete sie, dass das nicht ihr Name sei. Daraufhin schlug einer der Polizisten sie, während der andere sie festhielt. Nach einigen Schlägen stand Johnson auf und wehrte sich. weiterlesen »
Folgender Text ist meine Übersetzung des Artikels ‘ABA success stories‘ von Michelle Dawson, die ich mit freundlicher Genehmigung der Autorin veröffentliche:
Kinder mit gestörter Genderidentität brauchen dringend Behandlung.
Dieses Zitat stammt aus Rekers, Bentler, Rosen & Lovaas (1977). Das ist die Schlussfolgerung eines von vielen Artikeln, von prominenten Forscher_innen geschrieben und von Expert_innen begutachtet, in denen eine hochgradig erfolgreiche intensive ABA-basierte Behandlung verteidigt wird (siehe auch Rekers, 1977; Rosen, Rekers & Bentler, 1978; Rekers, Rosen, Lovaas & Bentler, 1978). Diese Behandlung war Teil des UCLA Feminine Boy Project, das eine Zeitlang mit dem UCLA Young Autism Project konkurrierte. Von seinem beispiellosen Erfolg bei der Behandlung dessen, was als hartnäckige Pathologie galt, berichteten die vom NIH geförderten UCLA-Forscher_innen in kreuzbegutachteten Zeitschriftenartikeln (Rekers & Lovaas, 1974; Rekers, Lovaas & Low, 1974). Eins der definierten Ziele dieser Behandlung war, Homosexualität zu “heilen” oder “vorzubeugen”. weiterlesen »
Nachdem wir bereits in diesem Post das Problem angesprochen haben, überbietet die neue Ausgabe der Siegessäule in puncto Rassismus meine bescheidenen Erwartungen. Homophobie, von der Siegessäule bisher mit Nachdruck als migrantisch-islamisches Problem konstruiert, wird nun auch mit der Hautfarbe verknüpft. Gleich auf Seite 6 unter dem Bild einer überdimensionalen geballten Faust “gegen den Hass” beginnt der Artikel von sisa mit folgendem Absatz:
„Ja“, lautete seine Antwort, als ihn Freitagnacht Mitte Oktober zwei afrodeutsche Jungs in der U-Bahn fragten, ob er schwul sei. weiterlesen »
Die EU-Kommission will Nacktscanner auf Flughäfen erlauben. Diese Geräte erzeugen über elektromagnetische Strahlen ein dreidimensionales Bild, auf dem die Passagiere unbekleidet zu sehen sind, einschließlich ihrer Genitalien. In Amsterdam, Zürich und London sind die Nacktscanner bereits im Einsatz.
Zunächst hat man wohl noch die Wahl, ob man sich abtasten oder nacktscannen lässt. Die Monitore werden jedenfalls in einem abgetrennten Raum stehen, in dem sich die Kontrolleur_innen ungestört über die körperlichen Vorzüge, Unzulänglichkeiten und Anomalien der Passagier_innen unterhalten können. “Hey, die hat einen Schwanz!”, “hey, der hat gar keinen Schwanz!”, “ist das ein Mann oder eine Frau?”. weiterlesen »
Am 02.07.2008 veröffentlichte die taz einen widerlichen Artikel “Mutter oder Vater?“, in dem zwei Journalisten den schwangeren Transmann Thomas Beatie diskutieren. Der menschenverachtende Charakter des Kommentars von ARNO FRANK sorgte schnell für Entsetzen, Empörung und heftige Diskussionen.
Außerdem verstößt der taz-Artikel, insbesondere der zweite Teil von Arno Frank, gegen: weiterlesen »
Dass Muslime homophob seien, ist in Deutschland ein Gemeinplatz. Am deutlichsten zeigte er sich im baden-württembergischen Gesprächsleitfaden für Einbürgerungsbewerber_innen, der am 1. Januar 2006 eingeführt wurde und bei Muslimen und allen Bewerber_innen aus den Staaten der Islamischen Konferenz vorgeschrieben war. Unter anderem erkundigte sich die Ausländerbehörde nach der Einstellung der Bewerber_innen zu „Homosexuellen“, wobei die Fragen implizierten, dass Homophobie ein islamisches Problem sei. weiterlesen »