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gender:queer


Gesellschaft

Behindert und verrückt feiern: Pride Parade Berlin  Comments Off on Behindert und verrückt feiern: Pride Parade Berlin

02.07.2014

Flyer Vorderseite (more…)

Klaus-Heidi und ich  Comments Off on Klaus-Heidi und ich

08.05.2014
  • Warum darf ein Mann Rainer Maria heißen, aber nicht Maria Rainer?
  • Warum darf eine Frau Ingegerd heißen, aber nicht Inge Gerd?
  • Warum ist Almut ein Frauenname und Helmut ein Männername?
  • Warum ist Andrea in Deutschland ein weiblicher und in Italien ein männlicher Name?

Und warum dürfen sich 42 Schwed_innen in Klaus-Heidi umbenennen, um bei einem Preisausschreiben einen einjährigen Aufenthalt in Berlin zu gewinnen, aber deutsche Ämter genehmigen keine Vornamensänderung in einen der beiden Vornamen ohne ein langwieriges Gerichtsverfahren mit zwei psychiatrischen Gutachten, geschweige denn beide zusammen?

Einer der 42 Klaus-Heidis lebt jetzt in Berlin. Vielleicht sollte ich nach Schweden gehen und mich Helmut-Paula nennen.

Fifa vs. Iran: Kopftuchverbot im olympischen Frauenfußball  1

08.06.2011

Christoph und Lollo haben schreckliche Angst vor dem Islam. Die Fifa auch, besonders vor kopftuchtragenden Fußballspielerinnen. Kopftücher und Mützen, die Haare, Ohren und Nacken bedecken, sind verboten, aus, ähh … Sicherheitsgründen. Das ist wohl das Game Over für den iranischen Frauenfußball.

Frauen mit “zu viel Testosteron” werden aus Profi-Sport ausgeschlossen  2

15.04.2011

Frauen, die einen Testosteron-Spiegel haben, der im sogenannten “männlichen Normbereich” liegt, werden vom Profi-Sport ausgeschlossen. Also, sie dürfen nicht bei den Frauen starten… und nicht bei den Männern. (more…)

Disablism sagt hallo: Sex gerichtlich verboten, weil “IQ zu niedrig”  Comments Off on Disablism sagt hallo: Sex gerichtlich verboten, weil “IQ zu niedrig”

11.02.2011

In Großbritannien lebt ein 41-jähriger Mann lebt in einer schwulen Beziehung, die er gern weiterhin aufrecht erhalten würde. Doch ein Gericht verbot ihm nun generell, Sex mit anderen Personen zu haben. Klingt irgendwie menschenrechtswidrig? Ja, aber – “der ist doch behindert!” (more…)

Weg mit dem Queer-Ding!  1

24.01.2011

Ansätze für eine queere Kapitalismuskritik

Ein Beitrag von Heinz-Jürgen Voß

Debattenbeitrag im Anschluss an „arranca“ Nr. 41 ( http://arranca.org/ ) und „red & queer“ Nr. 16 ( http://www.dkp-queer.de/downloads/red-and-queer/ ) zu aktuellen deutschsprachigen Arbeiten „queerer Ökonomiekritik“.

Eine Situationsbeschreibung

In der Ausgabe der lesbisch-schwulen Zeitschrift Siegessäule Juli/2008 wurde unter dem Titel „Queer gewinnt“ ein abschließendes plastisches Bild davon gezeichnet, wie „Queer“ nicht nur in Subkulturen verstanden, sondern wie es aktuell auch in der deutschsprachigen Rezeption der „Queer theory“ verhandelt wird. „Berlin ist total queer. Wir feiern das, wir sind mal so frei. Doch leider gibt’s immer noch genug Leute, die uns das vermasseln wollen“ – heißt es dort, womit punktgenau die Problemfelder benannt sind, die eine unbedingte Kritik an Queer und derzeit prominent verhandelten deutschsprachigen Arbeiten zu „Queerer Ökonomiekritik“ notwendig machen. (more…)

100 Sekunden Transphobie oder “Bad attention is better than no attention”  Comments Off on 100 Sekunden Transphobie oder “Bad attention is better than no attention”

24.01.2011

Das dänisches Fernsehen demonstriert die gängigsten Formen alltäglicher Transphobie in weniger als 100 Sekunden und stellt Trans*menschen als “Freakshow” und “Spinner mit perversen Begierden” dar.
In einem Interview mit der Herausgeberin einer LGBT-Zeitschrift verspottet der Journalist Søren Ø Jensen eine Transfrau, spricht über sie als Mann und besteht darauf, ihre Körperteile öffentlich zu diskutieren. Selbst nach zahlreichen Zuschriften empörter Zuschauer_innen weigert er sich, seinen Fehler einzusehen. Ebenso befindet seine Chefin, Eva Kvist, dass das Interview “von Neugier und Respekt getragen” wurde.
Der ganze englischsprachige Artikel ebenso wie Tipps für den Umgang mit so viel Respekt und Neugier finden sich bei autotrans*.

Heinz-Jürgen Voß: Making Sex Revisited. Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive  6

02.07.2010

Biologisches Geschlecht zu leugnen, ist Häresie. Dass Gender sozial hergestellt ist, hat sich inzwischen herumgesprochen; aber dass Menschen bis auf seltene pathologisierte ‘Anomalien’ stets ‘weiblich’ oder ‘männlich’ seien, gilt nach wie vor als ‘Tatsache’ in unserer Gesellschaft. Vermeintliche biologisch gestützte Geschlechterunterschiede sind beliebtes Thema populärwissenschaftlicher Medien und stoßen selbst bei Menschen, die Geschichten über Mars und Venus, Zuhören und Einparken zu plump finden, nicht auf Widerspruch. Im Gegenteil, sie belehren uns noch über die neuesten Erfindungen der Hirnforschung und würzen ihr ‘Fachwissen’ mit eigenen Beobachtungen, die, so sehr man auch an die Gleichheit der Geschlechter glauben wollte, eindeutig belegen, dass ‘Männer’ und ‘Frauen’ doch ganz verschieden seien.

Lästige Diskussionen, die ein_e Häretiker_in immer wieder führen muss, sind dabei noch das Harmloseste an der institutionalisierten Zweigeschlechtigkeit, bildet sie doch das theoretische Fundament für Verstümmlung von Kleinkindern mit ‘uneindeutigen’ Genitalien, gesetzlich verordnete Menschenrechtsverletzungen von Trans*Menschen, Benachteiligung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen etc.

Nun kann die Zweigeschlechtigkeit auch aus naturwissenschaftlicher Sicht guten Gewissens begraben werden, denn die Dissertation von Heinz-Jürgen Voß „Making Sex Revisited. Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive“, erschienen im Transcript Verlag, zeigt, dass auch biologisches Geschlecht gesellschaftlich gemacht ist. Auf ca. 400 Seiten wird die verbreitete Auffassung, wonach sich ‘Geschlecht’ ‘weiblich’ oder ‘männlich’ auspräge, fundiert und überzeugend widerlegt.

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Evangelikale auf Kreuzzug gegen Schülerzeitung  3

23.12.2008

Q-rageDie beiden 18jährigen Schüler Samuel und Hannes haben für die Schüler_innen-Zeitung Q-rage einen kritischen Artikel über Evangelikale und das Christival geschrieben. Darin kommen beide Seiten zu Wort, die 19jährige evangelikale Leonie und der 18jährige Christival-Gegner Tobias. Sicherlich bezieht der Artikel Stellung und schreibt kritisch über die evangelikalen Einstellungen zu Homosexualität und Abtreibung.
(Die Q-rage-Ausgabe ist auf der Projektseite inzwischen nicht mehr downloadbar, dafür aber bei Spiegel Online).

Es ist ein guter (und harmloser) Artikel, der sich das Recht auf eine eigene Meinung erlaubt. Weiter nichts.

Den Evangelikalen gefällt es aber gar nicht, dass sie kritisiert werden. Diskriminierung, schreien sie, und finden es “ungeheuerlich, dass ein solches Projekt aus unseren Steuermitteln finanziert und damit vom Staat subventioniert wird”. Sie fordern den Rücktritt des Präsidenten der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und eine Distanzierung der Bundesregierung – von dem Artikel der beiden 18jährigen Schüler? (more…)

Hurra: Thomas Beatie erneut schwanger  Comments Off on Hurra: Thomas Beatie erneut schwanger

15.11.2008

Mit großer Freude haben wir erfahren: Der Transmann Thomas Beatie ist zum zweiten Mal schwanger! Letzten Juni war sein erstes Kind geboren worden, das nächste soll im Juni 2009 folgen. Schön: nicht beirren lassen von Meckerern und Leuten, die das Wort Respekt nur dann kennen, wenn sie selbst welchen einfordern. Einfach weiter machen.

Die Medien scheinen sich allmählich daran zu gewöhnen, dass Männer schwanger werden und Kinder zur Welt bringen; zumindest beim ersten Durchsehen der Presseberichte sind mir keine Totalausfälle aufgefallen. Unfreiwillig (?) lustig gerieten Titel wie “Der schwangere Mann ist wieder schwanger“. Trotzdem bin ich enttäuscht von der deutschsprachigen Presselandschaft, deren Berichte nicht über das Vorhandensein oder Nicht-Vorhandensein von Eierstöcken hinauskommt – zum Vergleich der Artikel der NYTimes vom Juni: “He’s Pregnant. You’re Speechless.