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gender:queer


Archive for Oktober, 2008

Schon wieder: Rassismus in der Siegessäule  12

Cat.: Gesellschaft, Medien
31. Oktober 2008

Nachdem wir bereits in diesem Post das Problem angesprochen haben, überbietet die neue Ausgabe der Siegessäule in puncto Rassismus meine bescheidenen Erwartungen. Homophobie, von der Siegessäule bisher mit Nachdruck als migrantisch-islamisches Problem konstruiert, wird nun auch mit der Hautfarbe verknüpft. Gleich auf Seite 6 unter dem Bild einer überdimensionalen geballten Faust “gegen den Hass” beginnt der Artikel von sisa mit folgendem Absatz:

„Ja“, lautete seine Antwort, als ihn Freitagnacht Mitte Oktober zwei afrodeutsche Jungs in der U-Bahn fragten, ob er schwul sei. (more…)

Nackig am Flughafen  0

Cat.: Gesellschaft
23. Oktober 2008

Die EU-Kommission will Nacktscanner auf Flughäfen erlauben. Diese Geräte erzeugen über elektromagnetische Strahlen ein dreidimensionales Bild, auf dem die Passagiere unbekleidet zu sehen sind, einschließlich ihrer Genitalien. In Amsterdam, Zürich und London sind die Nacktscanner bereits im Einsatz.

Zunächst hat man wohl noch die Wahl, ob man sich abtasten oder nacktscannen lässt. Die Monitore werden jedenfalls in einem abgetrennten Raum stehen, in dem sich die Kontrolleur_innen ungestört über die körperlichen Vorzüge, Unzulänglichkeiten und Anomalien der Passagier_innen unterhalten können. “Hey, die hat einen Schwanz!”, “hey, der hat gar keinen Schwanz!”, “ist das ein Mann oder eine Frau?”. (more…)

Der Presserat missbilligt: taz-Bashing gegen Thomas Beatie  1

Cat.: Gesellschaft
22. Oktober 2008

Am 02.07.2008 veröffentlichte die taz einen widerlichen Artikel “Mutter oder Vater?“, in dem zwei Journalisten den schwangeren Transmann Thomas Beatie diskutieren. Der menschenverachtende Charakter des Kommentars von ARNO FRANK sorgte schnell für Entsetzen, Empörung und heftige Diskussionen.
Außerdem verstößt der taz-Artikel, insbesondere der zweite Teil von Arno Frank, gegen: (more…)

Die Vertreibung aus dem Serail  1

Cat.: Bücher
14. Oktober 2008

Dass Muslime homophob seien, ist in Deutschland ein Gemeinplatz. Am deutlichsten zeigte er sich im baden-württembergischen Gesprächsleitfaden für Einbürgerungsbewerber_innen, der am 1. Januar 2006 eingeführt wurde und bei Muslimen und allen Bewerber_innen aus den Staaten der Islamischen Konferenz vorgeschrieben war. Unter anderem erkundigte sich die Ausländerbehörde nach der Einstellung der Bewerber_innen zu „Homosexuellen“, wobei die Fragen implizierten, dass Homophobie ein islamisches Problem sei. (more…)